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Der große Unterschied?

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BARTHENAU Vigna S. Michele


Vigna KOLBENHOF


Vigna RECHTENTHALER SCHLOSSLEITEN


BARTHENAU Vigna S. Urbano


Vigna STEINRAFFLER


Vigna ROCCOL


Vigna PIRCHSCHRAIT

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VIGNA

Nur die Bezeichnung „Vigna“

garantiert die Herkunft eines Lagenweines

aus einem auch namentlich bekannten Weingarten.

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Jahrgang 2011

Exzellenz braucht Zeit
 

Dank des wunderbaren Weinwetters konnten die Trauben in Südtirol im Herbst 2011 deutlich später gelesen werden als in anderen Jahren. Für gewöhnlich gönnt ihnen die Witterung bis zu 100 Tagen am Rebstock. Diesmal waren es bis zu 120 Tage, in denen die Früchte langsam und beständig im Weinberg reifen konnten.

Die Gewürztraminertrauben für die Spätlese „Joseph“ profitierten von der nicht enden wollenden Herbstsonne sogar bis zum letzten Novembertag. Erst dann haben wir die rosinierten und vom Edelpilz Botrytis Cinerea befallenen Trauben gelesen. Da die Nächte schon kühl waren, fanden die Pilzkulturen im morgendlichen Reif genug Feuchtigkeit um sich zu entwickeln und die recht dicke Schale der Gewürztraminertraube zu durchdringen. Wasser konnte so verdunsten und zurück blieb eine an Zucker und Säure reiche Frucht. Dem besonderen Charakter unserer Böden, ist es zu verdanken, daß sich die Rebstöcke trotz der anhaltend trockenen Witterung ausreichend ernähren konnten.

Die Weißen, die schon Ende August und Anfang September gelesen wurden, liegen jetzt im Keller auf der Feinhefe. Die Hefe ist des Kellermeisters wichtigste Arbeitskraft, denn sie verwandelt den Fruchtzucker in Alkohol. Deshalb achtet er mit viel Fingerspitzengefühl darauf, daß sich die Hefekulturen in dieser entscheidenden Phase des Weinmachens auch wohlfühlen. Ist ihr Werk vollbracht, sterben sie ab und Millionen von Hefezellen fallen auf den Faßboden. Damit sie sich dort nicht festsetzen, werden sie einmal wöchentlich aufgewirbelt. Die sogenannte Batonage sorgt dafür, daß die Feinhefe frisch bleibt und somit wertvolle Geschmacksstoffe an den Wein abgibt. Sie verleihen ihm Fülle und harmonisieren die Aromen.

Schon jetzt offenbart sich das besonders üppige Bouquet der Weißweine des Jahrgangs 2011: der Weißburgunder verströmt das feine Aroma frischer Äpfel, der Chardonnay erinnert an Bananen, der Pinot Grigio an Nüsse und gelbe Früchte, die Cuvée „de Vite“ duftet nach Holunder. Der Gewürztraminer besticht der intensive Duft nach Rosen, Lychee sowie süßen Früchten, der sich mit einer Säure paart, die den Gaumen angenehm erfrischt.

Die Roten entwickeln sich so prächtig, daß wir einen außerordentlichen Jahrgang für den Blauburgunder und den Lagrein ausrufen dürfen. Was die Natur angelegt hat, entfaltet sich jetzt im Keller.
Exzellenz braucht Zeit!