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Der große Unterschied?

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BARTHENAU Vigna S. Michele


Vigna KOLBENHOF


Vigna RECHTENTHALER SCHLOSSLEITEN


BARTHENAU Vigna S. Urbano


Vigna STEINRAFFLER


Vigna ROCCOL


Vigna PIRCHSCHRAIT

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VIGNA

Nur die Bezeichnung „Vigna“

garantiert die Herkunft eines Lagenweines

aus einem auch namentlich bekannten Weingarten.

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Lese 2014: es ist vollbracht!


Was war das für ein Jahr!

Der Winter bescherte uns außerordentlich viel Schnee, der Frühling war ungewohnt warm, ebenso der Juni, und im Juli und August fiel soviel Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Nerven lagen blank!
Bis kurz vor Erntebeginn verhieß der Jahrgang 2014 nichts Gutes. Wir hofften auf einen sonnenreichen und trockenen September und tatsächlich besserte sich das Wetter schlagartig, die Trauben konnten nun endlich „im Trockenen“ reifen.

Die Lese begann in der zweiten Septemberwoche, wie üblich in den tieferen Lagen, mit den Sorten Pinot Grigio, Chardonnay und Weissburgunder. An dieser Stelle zu behaupten, dass alles Bestens war, würde nicht den Tatsachen entsprechen. Der feuchte August hatte den Trauben zugesetzt und nur durch eine sehr gezielte Auslese konnten wir dennoch eine gute Traubenqualität in den Keller bringen. Es zeichnete sich aber bereits zu diesem Zeitpunkt ab, was charakteristisch für den Jahrgang 2014 werden würde: die fehlende Menge.
Als nächstes wurde der Blauburgunder geerntet. Die Lese dieser sehr delikaten Rebsorte erforderte einen sehr intensiven Arbeitseinsatz: erntet ein Lesehelfer in gewöhnlichen Jahren pro Tag ca. 1.000 kg Trauben, so waren es heuer knapp 250 kg! Das Selektieren der Trauben war mit einem enormen Zeitaufwand verbunden.

Mit der Reife der Blauburgundertrauben waren wir sehr zufrieden: sehr gute Säure, ausreichend Zuckergrade und samtiges Tannin. Als besonders hilfreich erwies sich im heurigen Jahr unsere neue Traubenannahme: mittels Vibrationstechnik wurden die Trauben schonend zum Entrapper transportiert und am Sortiertisch, zum ersten Mal in Südtirol im Einsatz, wurden die Beeren, die nicht unseren Qualitätsstandards entsprachen, in fleißiger Handarbeit zusätzlich aussortiert. Was in anderen Gebieten in Spitzenbetrieben zum Standard gehört, kam bisher in Südtirol nicht zum Einsatz. Unser ständiges Bestreben, die hohe Qualität unserer Weine zu sichern, hat uns heuer dazu bewogen, in den Ankauf dieser speziellen Geräte zu investieren, ein Glücksgriff in einem schwierigen Jahr wie diesem! Die Kosten der Anschaffung und auch die Mehrarbeit des händischen Sortierens haben sich bereits jetzt bezahlt gemacht.

Nach der Lese von Gewürztraminer, Weissburgunder aus höheren Lagen, Lagrein und Merlot wurde die Ernte mit dem Einbringen des Cabernet abgeschlossen.
Was anfänglich nach einem wenig herausragenden Jahrgang aussah, zeigt sich bereits jetzt im Keller als äußerst interessant. Die Weine sind ausgeglichen, haben mineralische Säure und samtiges Tannin, leuchtend rote Farben bei den Rotweinen und verhaltene Alkoholwerte.

Ein einziger Wermutstropfen bleibt: dem Jahrgang 2014 fehlen 20% an Menge!