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Der große Unterschied?

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BARTHENAU Vigna S. Michele


Vigna KOLBENHOF


Vigna RECHTENTHALER SCHLOSSLEITEN


BARTHENAU Vigna S. Urbano


Vigna STEINRAFFLER


Vigna ROCCOL


Vigna PIRCHSCHRAIT

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VIGNA

Nur die Bezeichnung „Vigna“

garantiert die Herkunft eines Lagenweines

aus einem auch namentlich bekannten Weingarten.

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Südtirol kritisch betrachtet


Oregon ist den Europäern als Weinanbaugebiet noch weitgehend unbekannt, zu Unrecht.

Selbst im eigenen Land hat der Bundesstaat im Nordwesten der Vereinigten Staaten Schwierigkeiten, aus dem Schatten des übergroßen Kalifornien zu treten, ebenso zu Unrecht.
Denn Oregon hat es in sich, hier fühlt sich, ähnlich wie in Südtirol, der Blauburgunder ausserhalb seiner alten Heimat Burgund überaus wohl und gedeiht wie in kaum einem anderen Gebiet weltweit.
Die Rebfläche Oregons ist zu über 70% mit Blauburgunder bepflanzt, weiters spielen Pinot Grigio, Chardonnay, Riesling nicht unwichtige Nebenrollen.

Schon vor über 20 Jahren konnte ich mich anlässlich meiner ersten Einladung zur "International Pinot Noir Celebration IPNC" der überragenden Qualität vieler Pinots aus dem Oregon überzeugen.
Dieses Jahr hatte ich wiederum die große Ehre, bereits zum fünften Mal, zur IPNC vom 25. bis zum 27. Juli eingeladen zu sein.
Die Weinproduzenten, die an der IPNC teilnehmen, zählen zum Who-is-Who der internationalen "Pinot Szene" und auch heuer waren, nebst den Winzern aus dem Oregon selbst, wieder viele Kollegen aus allen Kontinenten der Welt anwesend.

Die Entwicklung, die Oregon in seiner recht jungen, knapp fünfzigjährigen, Geschichte als Weinanbaugebiet bereits durchgemacht hat, ist beeindruckend.
Waren es anfangs einige wenige Pioniere, u.a. David Lett, „Eyrie Vineyards“, Myron Redford, „Amity Vineyards“ und David Adelsheim, „Adelsheim Vineyards“, die an das Potential der Hügellandschaft südlich von Portland für den Weinbau geglaubt haben, sie wurden deshalb auch durchaus belächelt, bis sie mit ihren großartigen Weinen schließlich die Fachwelt begeistern konnten, so haben sich vor circa 25 Jahren auch bereits die ersten Größen aus dem französischen Burgund, wie die Familie Drouhin und kürzlich erst Dominique Lafon aus Meursault im Oregon niedergelassen.

Oregons Weinanbaufläche ist akkurat eingeteilt in die diversen Anbaugebiete, sog. American Viticultural Areas (AVA).
Das 8.000 Hektar große Einzugsgebiet Willamette Valley vereint einige der bekanntesten AVA: Dundee, Eola Amity Hills, Yamhill, Chehalem Mountains, Ribbon Ridge und McMinneville.
Ein jedes dieser Terroirs verleiht seinen Weinen unverkennbare Eigenschaften und die Weinproduzenten Oregons verabsäumen es nie, auf genau diese unverwechselbaren Merkmale hinzuweisen.
Die Einteilung der Gebiete in Terroirs ist im klassischen Burgund bereits seit Jahrhunderten prägend für den Wiedererkennungswert der großen Gewächse.
Die Herkunft der Trauben spielt eine der größten Rollen in der Produktion von Qualitätsweinen, das hat man auch im Oregon schon sehr früh erkannt und die Produzenten weisen mit Stolz auf ihre Einzellagen hin.

Auch Südtirol besitzt Terroirs, in denen bestimmte heimische Rebsorten ihr Bestes geben, um Bozen wächst hervorragender Lagrein, aus den Weinbergen oberhalb von Eppan kommt einer der besten Weissburgunder Südtirols, Blauburgunder nennt Mazon seine Heimat und Gewürztraminer findet an den Hängen Tramins optimale Voraussetzungen.

Wird aber in Südtirol genug getan um diese Terroirs zu schützen, erhalten die Terroirs in Südtirol jene Wertschätzung, die ihnen zusteht?
Stehen Hofnamen, Einzellagen und Parzellen nur auf dem Etikett und Hochglanzprospekt oder ist die Herkunft und Rückverfolgbarkeit der Trauben auch in den Kellerregistern nachvollziehbar?
Diese kritischen Fragen sind durchaus gerechtfertigt, denn die Weinproduzenten in Südtirol sind noch lange nicht stolz genug auf ihre Einzellagen, auf ihre Höfe, ihre Böden.
Wir sollten lernen von den Winzern im Oregon, in ihrer fünfzigjährigen Weinbautradition haben sie für die Pflege und Anerkennung der Terroirs bereits mehr geschafft als wir in Südtirol, wo es den Weinbau seit nunmehr 2.000 Jahren gibt.

Martin Foradori Hofstätter

 

In der Fotogallerie einige derjenigen Weine die mich während der IPNC 2014 besonders begeistert haben: 1993 Adelsheim, 1988 Eyrie, Westrey 2010, Bergström 2012, Domaine Drouhin Oregon 2012, eine "Horizontale" von J. Christopher, dem Oregon Projekt des Mosel Winzer Ernie Loosen. Die Besonderheit war ein Lagrein 2011 von Remy Drabkin, die seit Jahren erfolgreich Lagrein anbaut.