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Der große Unterschied?

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BARTHENAU Vigna S. Michele


Vigna KOLBENHOF


Vigna RECHTENTHALER SCHLOSSLEITEN


BARTHENAU Vigna S. Urbano


Vigna STEINRAFFLER


Vigna ROCCOL


Vigna PIRCHSCHRAIT

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VIGNA

Nur die Bezeichnung „Vigna“

garantiert die Herkunft eines Lagenweines

aus einem auch namentlich bekannten Weingarten.

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Keller

Schon in den 60er Jahren machte das getrennte Vinifizieren einzelner Lagen den Ausbau der Keller nötig. In den 90ern wurde es abermals zu eng. Das Problem löste Martin Foradori, der das Gut inzwischen von seinem Vater Paolo übernommen hatte, indem er den Keller in die Höhe wachsen ließ. Er brachte ihn in einem mit Holz umkleideten Weinturm unter, den er im Jahre 1997 in modernem Gewand direkt neben dem spätgotischen Kirchturm errichtete, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen von Tramin. Aus einem gewagten Nebeneinander hat sich ein glückliches Miteinander gefügt

Das Wirtschaftsgebäude erweist dem Gotteshaus den gebührenden Respekt – und es manifestiert das Credo des Winzers, Neues mit Altem in einer zeitgemäßen Kultur der Weinproduktion zu verbinden.

Der Keller, in dem der Wein lagert und reift, wird raffiniert belüftet und wohl temperiert. Schächte fangen die Fallwinde des Traminer Hausberges Roen ein und halten, die Zugluft ventilierend, die Luftfeuchtigkeit auf Idealwert. Eine vielschichtige, auch „transpirierende“ Innen- und Außenisolierung sorgt für konstante Temperatur. So werden die natürlichen Kräfte, Wind und Verdunstungskälte, genutzt, um den Wein energiesparend im Turm zu lagern. Degustiert wird er im oberen Turmgeschoß, das mit seiner hinter verschiebbaren Holzlamellen verborgenen Rundumverglasung einen fabelhaften Panoramablick über das Traminer Weinland bietet. Blickt der Weinfreund auf, sieht er durch ein Oberlicht auf die Spitze des hoch aufschießenden Kirchturms, in dessen Schutz der Wein in seinem Glas gereift ist.

 

2013 - In Hochform 

Fässer aus Beton gehören für gewöhnlich nicht zu den Attraktionen eines Weingutes. Doch Winzer Martin Foradori Hofstätter präsentiert seinen Besucher in einem 2013 modernisierten Keller Fässer aus eben diesem Material. In Reih und Glied stehen sie in einem architektonisch schlichten Raum und machen dabei eine überraschend gute Figur. Ihr wohl gerundeter Körper verjüngt sich nach oben und buchtet nach unten zur Öffnung hin aus. Ihre Haut ist keineswegs rau, sondern feinporig und glatt. Wir sehen eine neue Generation von Fässern, die nichts mehr mit der klobigen Gestalt ihrer voluminösen Vorgänger gemein hat.

"Effizienter als mit diesen Fässern kann man nicht arbeiten", kommentiert der Winzer das imposante Vorzeigeobjekt im Weingut Hofstätter. "Gleich im ersten Jahr kamen wir ohne elektrische Kühlung aus. Der Beton hatte die Wärme, die bei der Gärung entsteht, optimal absorbiert und an die Außenluft abgegeben. Auch reduzierte sich das mechanische Unterstoßen des Tresterhutes auf ein Minimum. Denn durch die konische Form der Fässer bricht die Masse aus Beerenschalen und anderen festen Bestandteilen, die auf der gärenden Flüssigkeit schwimmt, von alleine auf. So lösen sich Tannine und Farbstoffe sanft aus dem Trester und vermischen sich mit dem Most auf natürliche Weise.“

Der Mut, als erstes Weingut in ganz Italien einen großen Keller komplett mit den neuartigen Betonfässern zu füllen, wurde schon mit dem ersten darin vergorenen Jahrgang roter und einzelner weißer Weine belohnt.

Dabei ist das Material keineswegs neu im Fassbau! Es hat sich bereits seit Jahrzehnten bewährt und ist in vielen Weinregionen überall auf der Welt in Gebrauch. Allerdings sind die großen, kantigen und armierten, dickwandigen Behälter meist fest eingemauert; eine Bauweise, die einen Vorzug des einfachen Werkstoffes nicht ausspielt – den sanften Temperaturausgleich. Dank neuer Techniken vermag man heute runde und schlanke Fässer aus Beton zu gießen. Sie stehen frei und können über ihre große Oberfläche ungewünschte Wärme ableiten.

Im Gärprozess wird der Zucker in Alkohol umgewandelt und die Temperatur kann bis auf über 32° Celsius ansteigen. Dabei sollte sie keinen stärkeren Schwankungen unterliegen. Das temperaturträge Betonfass kann unterschiedliche Wärme- als auch Kältegrade ausgleichen. Es reagiert somit ganz anders als das temperaturempfindliche Edelstahlfass, das seit der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Italien eine große Verbreitung fand.

Zudem lädt sich das aus Stein hergestellte Material, anders als Metall, nicht elektrostatisch auf und hält den Wein frei von Spannung. So können sich feste Partikel am Boden des Fasses ungestört ablagern. Der Wein klärt sich auf natürlichem Wege. Im Ergebnis zeigt sich, daß er im Beton harmonischer heranreift und sein Aroma besonders gut konserviert.

Die funktionalen Fässer werden innen mit einer etwa 2 mm starken Schutzschicht auf Wasserbasis ausgekleidet. Wie der Beton selbst ist auch sie geschmacksneutral und dabei leicht luftdurchlässig, ermöglicht also dem Wein das Atmen. Computergesteuerte Temperatursonden und Kühlventile sorgen –sofern nötig – für die richtige Temperatur.

Die deutlich geringeren Volumina der freistehenden Fässer erleichtern im Unterschied zu den herkömmlichen Betonbehältern auch das separate Gären unterschiedlichen Traubengutes. Ihr Einsatz dient somit dem Vinifizieren und Ausbau der Weine nach einzelnen Lagen, wie es im Weingut Hofstätter Usus ist.

Die Eigenschaften des steinernen Materials wirken sich vorteilhaft auf die Qualität der Weine aus. Und nicht zuletzt sparen sie Strom und ermöglichen ein energieeffizientes, daher umweltverträgliches Wirtschaften.

Als Fässer aus Edelstahl en vogue waren, schien Beton passé. Jetzt kommt der altbewährte Werkstoff wieder, wohl geformt und besser denn je.

Beginn einer neuen Ära. Click!