Weinberge

Sanfte Täler, kräftige Flüsse, steile Hänge

Mehr als einhundert Jahre Weinbau und einzigartige Weinberge in Südtirols Süden. Hier bieten wir jeder unserer Rebsorten die passende Bodenbeschaffenheit und das optimale Mikroklima. Heute erstrecken sich unsere Weingärten nicht nur zu beiden Seiten – im Osten und Westen – des Etschtals, sondern auch in der Höhenlage der Valle di Ronchi im südlichen Trentino und in den Steillagen des Saarufers in Deutschland im Weinbaugebiet Mosel.
Die besondere Stilistik der einzelnen Rebsorten entwickelt sich in unseren Lagen. Sie befinden sich auf Meereshöhen von 250 bis 850 Metern. Unsere Weinberge genießen unterschiedliche Sonneneinstrahlung am Morgen oder Abend und sind kühlen Berg- oder warmen Südwinden ausgesetzt. Verschiedene Bodenstrukturen – von Lehmböden, Schotter, Sand, Porphyr, Kalkgestein und Schiefer - bieten zusätzlich beste Wachstumsbedingungen.

Unsere
Wein­berge

Weinberge im Südtiroler Unterland, im Trentino und an der Mosel

Kolbenhof & Rechtenthaler Schlossleiten

Die Hanglage am Kolbenhof bei Söll oberhalb von Tramin erfüllt dem Gewürztraminer alle Wünsche. Hier, auf der westlichen Seite der Etsch, wärmt angenehme Morgensonne, abends kühlen frische Fallwinde. Die Vorzüge dieser Rebgärten waren schon den Jesuiten in Innsbruck bekannt, die im 18. Jahrhundert am Kolbenhof ihren Wein kelterten. Zum Gut gehört auch die historische Gewürztraminer-Parzelle „Vigna Pirchschrait“.

Angrenzend an den Kolbenhof liegt ein stark nach Süden ausgerichteter, extrem steiler Weinberg, südtirolerisch „Leiten“ genannt. Dieser Hang fällt in die tiefe Schlucht des Höllentals ab und ist einem ganz besonderen Mikroklima ausgesetzt. Dank anhaltender kühler Fallwinde vom Hausberg Roen reifen die Trauben langsam und werden erst im November von Hand gelesen. Sie sind dann überreif und besonders aromatisch – ideal für die Gewürztraminer Spätlese Vigna Rechtenthaler Schlossleiten.

Steinraffler
Hier fühlt sich Lagrein am wohlsten

Unterhalb des Kolbenhofes lädt eine sanfte Hanglage mit Schotterboden geradezu zum Anbau des heimischen Lagreins ein. Dort befindet sich das Gut Steinraffler, dessen Bezeichnung auf die geologischen Gegebenheiten schließen lässt. Bereits seit dem 13. Jahrhundert wird die alteingesessene Rotweintraube im Südtiroler Unterland angebaut. Der leicht erwärmbare Schotterboden und das besondere Mikroklima mit dem warmen Ora-Wind vom Gardasee bieten beste Bedingungen für unseren Vigna Steinraffler Lagrein.

Barthenau & Yngram
Das Herzstück des italienischen Blauburgunders

Am Hochplateau von Mazon, gegenüber Tramin, auf der östlichen Talseite befinden sich unsere einmaligen Burgunderlagen, die sich der Abendsonne zuneigen. Hier erbaute Ludwig Barth zu Barthenau Ende des 19. Jahrhunderts das gleichnamige Anwesen. Der Universitätsprofessor aus Wien pflanzte in seinen Weinbergen erstmals die Blauburgunderrebe an.

Die exzellenten Weingärten, die sich bis zu unseren benachbarten Yngram-Höfen erstrecken, gehören seit 80 Jahren zu unserem Weingut. Hier gedeihen in einzelnen Parzellen der Barthenau Vigna S. Michele Weißburgunder, der Riserva Mazon Blauburgunder, der Barthenau Vigna S. Urbano Blauburgunder und Barthenau Vigna Roccolo Blauburgunder. In der Vigna Roccolo wachsen die über 70 Jahre alten Reben auf der traditionellen Pergola. Die Vigna Roccolo bildet das Herzstück unserer Weinberge. Dank des Einsatzes von Paolo Foradori wurde die Hochebene Mazon oberhalb von Neumarkt erst bekannt. Heute ist sie nicht nur das prominenteste Blauburgunder-Anbaugebiet in Südtirol, sondern in ganz Italien die gefeierte Lage für Blauburgunder.

Oberkerschbaum
Besondere Höhenlage für Sauvignon

Südlich von Mazon liegt der Oberkerschbaumhof auf 750 bis 800 Höhenmetern. Seine nach Süden weisende Berglage ist optimal für weiße Rebsorten. Vor knapp zwei Jahrzehnten pflanzten wir in diesem Hof die Sorte Sauvignon an. Hier reifen die Trauben des Vigna Oberkerschbaum Sauvignons langsam und werden spät gelesen. Mit frischen, mineralischen und fruchtigen Aromen bringen sie den Charakter des Weines auf den Punkt.

Maso Michei
In der Gebirgswelt des Trentino

Zum Maso Michei geht es hoch hinauf in eine abgeschiedene Bergwelt im südlichen Trentino. Dort gedeihen die Reben bis auf 850 Höhenmeter an einem sonnengetränkten Südhang in ursprünglicher Natur. In dieser, für den Weinbau bemerkenswerten Lage, wächst die Rebe langsam und reift die Traube spät. Sie bringt frische, fruchtige und langlebige Weine hervor: Michei di Michei Müller Thurgau mit seiner feinen Aromatik und Michei di Michei Blauburgunder mit seiner ausgeprägten Mineralität. Ergänzt werden diese Weine mit einem „Trento DOC“ Schaumwein aus den Sorten Chardonnay und Blauburgunder.

Mit dem Erwerb des Maso Michei in der Valle di Ronchi oberhalb von Ala kehrt Martin Foradori Hofstätter zu den Wurzeln seiner Vorfahren ins Trentino zurück – an einen Ort, der eine Kraft verströmt, die Mensch und Wein stärkt!

Passion für Riesling

Seine Leidenschaft für Riesling führt Martin Foradori Hofstätter an die Saar, ins deutsche Weinbaugebiet Mosel. Im Jahr 2014 ergreift er die Gelegenheit, das traditionsreiche Weingut Dr. Fischer wieder zu beleben. Hier wächst Riesling in den besten Lagen. Boden und Mikroklima in der Lage Bockstein sind ideal für klar strukturierte, feinfruchtige Weine. Roter Schiefer in der Steillage Saarburger Kupp verleiht dem Riesling eine besondere Mineralität.

In extremen Steilhängen werden die Reben einzeln an Holzpfählen erzogen und profitieren von optimaler Sonneneinstrahlung. Sorgfältige Handarbeit in Weinberg und Keller bringt das große Potenzial der Rieslinge des Weingutes Dr. Fischer - Hofstätter hervor. Seit 2017 wird das Sortiment durch die Selection Dr. Fischer Steinbock ergänzt.

 

Unser
Wein­keller

Für das Beste aus unseren Weinbergen

Weinberge Südtirol | Lagenweine von J. Hofstätter
Weinberge Südtirol | Lagenweine von J. Hofstätter
Weinberge Südtirol | Lagenweine von J. Hofstätter
Weinberge Südtirol | Lagenweine von J. Hofstätter

Historie unseres Weinkellers

In den architektonischen Neuerungen nimmt das Credo von Martin Foradori Hofstätter Gestalt an: Vorhandenes wird stets mit Respekt bewahrt, aber auch mit Entschiedenheit in Zeitgemäßes verwandelt. So entsteht eine anspruchsvolle Architektur. Schon in den frühen Neunzigerjahren setzen wir eigene Maßstäbe. Das Familienunternehmen hat seinen Sitz in einem stattlichen Bau aus dem 16. Jahrhundert. Um 1900 führen hier Josef und Maria Hofstätter die Gaststätte „Schwarzer Adler“ und keltern in ihrem Keller die ersten Weine. Der Platz wird bald zu klein und erste Anbauten folgen. Martin Foradori Hofstätter lässt den Keller Jahrzehnte später in die Höhe wachsen. 1997 baut er einen Weinturm in modernem Gewand - direkt neben dem 1492 erbauten Kirchturm, dem Wahrzeichen Tramins. Aus einem gewagten Nebeneinander fügt sich ein glückliches Miteinander. Ein Novum in Südtirol sind auch neuartige Betonfässer, die 2013 im Weinkeller Einzug halten.